7 auf einen Streich

Dieses Jahr konnte endlich wieder ein Ausrichter für die Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften – heute Masters genannt – gefunden werden. Und so ging die Reise am vergangenen Wochenende auf die Schwäbische Alb nach Heidenheim. Dort traten am Samstag die LC Breisgau- Athleten Manuel Arnegger, Wolfgang Scheffler und Gabriele Engelhardt sieben Mal an – und holten 7 Titel auf einen Streich.

Den Anfang machte Gabriele Engelhardt im Hammerwerfen der W55, wo sie auf ihre langjährige Konkurrentin und Freundin Silke Finkbeiner vom VfL Waiblingen traf. Die beiden duellierten sich auf nationalem Spitzenniveau, am Ende hatte die Bad Krozingerin die Nase knapp vorne, mit 41,10 zu 40,66 Meter. Ein schönes Comeback nach Corona-Pause und Verletzungssorgen an einem besonderen Ort, ist die 55-Jährige doch in Heidenheim zur Schule gegangen.

von links: Silke Finkbeiner, Gabriele Engelhardt und Birgit Ott ; Hammer W55

Am frühen Nachmitag gewannen Manuel Arnegger und Wolfgang Scheffler ihre Titel Nummer 1 über 100 Meter Hürden. Manuel (M50) war bereits nach 15,35 Sekunden im Ziel, Wolfgang (M55) benötigte 17,69 Sekunden. Danach zeigte sich das Wetter von seiner ungemütlichsten Seite, denn ein Gewitter mit Starkregen und Hagel zog über das Stadion hinweg, so dass die Veranstaltung für eineinhalb Stunden unterbrochen werden musste. Bei dann deutlich kühleren Temperaturen und feucht-rutschigem Boden sollten Hochsprung und Dreisprung parallel stattfinden, ein nicht machbares Unterfangen. Es konnte mit den Kampfrichtern vereinbart werden, dass die beiden nach beendetem Hochsprung im Dreisprung nachspringen können.

Wolfgang Scheffler konnte sich so mit 1,61 Meter gegen seine Konkurrenz durchsetzen, Manuel siegte mit 1,65 Meter und verzichtete dann auf weitere Versuche. Schließlich galt es Disziplin Nummer 3 zu absolvieren. Hier landete Manuel Arnegger bei 11,45 Meter im ersten Versuch – und verzichtete auch hier auf weitere Versuche, da die Konkurrenz ihn nicht mehr gefährden konnte. Wolfgang Scheffler sprang im sechsten Versuch noch auf 10,44 Meter und hatte damit ebenfalls Titel Nummer 3 in der Tasche. Auf weitere Disziplinen und die Staffel verzichteten die beiden, denn bereits am kommenden Wochenende geht es ins bayrische Erding, wo die Deutschen Masters stattfinden werden.

Deutscher Rekord im Elsass

Deutscher Rekord im Elsass

In  Volgelsheim, dem ersten Ort in Frankreich, wenn man bei Breisach über den Rhein fährt, fand am vergangenen Wochenende  das ‚1. Hammerfaschd‘ statt fand – ein reines Hammerwurf-Meeting mit internationaler Top-Besetzung.

Gleich im ersten Wettkampf der weiblichen U18 traf die Lokalmatadorin Candice Beaujean von Pays Colmar Athlétisme auf die Münchnerin Clara Hegemann – und damit die Nummer 6 auf die Nummer 1 der Welt. Dabei ließ sich Hegemann von ihren ersten beiden Fehlversuchen nicht irritieren und setzte sich im dritten Durchgang mit einem Sicherheitswurf auf 63 Metern in Front. Dann wurde die groß gewachsene und austrainierte Athletin immer sicherer und siegte am Ende mit einer neuen persönlichen Bestleistung und damit einer neuen deutschen U18-Bestleistung und damit einer neuen Weltjahres-Bestleistung von 71,77 Metern. Beeindruckend, wie die 16-Jährige den 3-Kilo-Hammer mit nur drei Drehungen beschleunigt und mit einem starken Abwurf auf die Reise schickt.

Doch damit nicht genug, denn am nächsten Tag fand Teil 2 der Veranstaltung in Raedersheim statt und dort konnte sie sich auf unglaubliche 72,66 Meter steigern.

Aber auch in den anderen Wettbewerben wurden von Athletinnen und Athleten aus Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg toller Sport gezeigt. In der Frauenkonkurrenz waren auch die beiden besten chinesischen Werferinnen, die sich in Deutschland auf die Olympischen Spiele in Paris vorbereiten, am Start. Sie haderten jedoch mit dem nassen Ring, konnten ihre 4-Kilo-Hämmer aber trotzdem auf über 68 Meter werfen.

Eine tolle Veranstaltung, die von Thierry Lichtlé mit viel Liebe zum Detail und dem Wissen, was Hammerwerfer brauchen, bestens organisiert wurde Auch das feuchte Wetter konnte ihr nichts anhaben, denn Schirmherrin war die persönlich anwesende Betty Heidler, die Deutsche Rekordhalterin, frühere Weltrekordinhaberin und Weltmeisterin sowie Olympiamedaillen-Gewinnerin.

Broschüre Leichtathletik-Veranstaltungen

Auch für 2024 hat Thomas Scherzinger von der Gesellschaft zur Förderung der Leichtathletik im Breisgau wieder eine Veranstaltungsbroschüre aufgelegt. Kurz nach Ostern konnte bereits mit der Verteilung begonnen werden.

Die Ausschreibungen der einzelnen Veranstaltungen sind auch auf dieser Website unter Veranstaltungen einsehbar.

Wir danken allen Veranstaltern und Inserenten für die Beteiligung.

Auf die Masters ist Verlass

Nachdem es drei Jahre lang keine Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren gab, konnte für 2024 ein Ausrichter gefunden werden. Dortmund stemmte diese große Veranstaltung, eine Woche nach den Aktiven-Meisterschaften.

Mit Manuel Arnegger und Wolfgang Scheffler waren die beiden Medaillensammler des LC Breisgau am Start. Und die beiden lieferten wieder ab: Manuel gewann den Hochsprung der M50 mit sehr guten 1,75 Meter und hatte 24 Zentimeter Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Wolfgang siegte in der M55 mit 1,69 Meter. Allerdings musste er diese Höhe auch springen um zu gewinnen, denn die anderen Medaillengewinner sprangen jeweils 1,66 Meter hoch.

BLV-Hallen-Finals

Anfang März fand die Hallensaison für die Jugend ihren Abschluss mit den BLV-Hallen-Finals in Mannheim. Leider sollte es für einen Podiumsplatz nicht reichen, aber schöne Platzierungen gab es trotzdem.

So konnte Johannes Flotho über 1500 Meter der U18 den vierten Platz in 4:55,01 Minuten erreichen.

Ebenfalls Vierte wurde die 4×200-Meter-Mix-Staffel der U20 mit Katja Hohe, Svenja Simmes, Finn Jung und Luis Berger, die 1:53,59 Minuten lief.

Emily Martig zeigte sich mit der Kugel stark verbessert und kam mit 10,28 Meter auf Rang 5, ebenso wie mit 26,80 Sekunden über 200 Meter. Über 60 Meter qualifizierte sie sich mit 8,11 Sekunden fürs Finale, wo sie in 8,15 Sekunden Platz 6 erreichte.

Das B-Finale über 60 Meter konnte in der U18 Finn Jung mit 7,77 Sekunden erreichen, wo er in 7,75 Sekunden Rang drei belegte. Svenja Simmes wagte sich über die 400 Meter und wurde hier 11 in 72,02 Sekunden. Ebenfalls über 400 Meter erreichte Luis Berger in der U20 Rang 7. Er lief 55,37 Sekunden und war damit fast so schnell wie im Freien.

Emily als Einzelkämpferin unterwegs

Sowohl bei den Ba-Wü Finals in Sindelfingen als auch bei den Süddeutschen Finals in München war Emily Martig die einzige Starterin des LC Breisgau.

In Sindelfingen lief sie 8,13 Sekunden über 60 Meter und 26,73 Sekunden über 200 Meter. Auch in München zeigte sie wieder eine stabile Leistung und war nach 8,16 Sekunden im Ziel.

Bei den Ba-Wü Finals zeigten sich auch die Läuferinnen des TB Emmendingen, die nun von Raphael Dumm trainiert werden. Einen tollen Erfolg feierte Rebekka Flotho. Sie gewann die 1500 Meter der U20 in 5:01,30 Minuten. Und die beiden U18-Athletinnen Judit Aechtle und Ruby Wohlfahrt liefen starke 2:21,60 bzw. 2:22,55 Minuten über die 800 Meter.

Medaillenregen bei den Landesmeisterschaften der Masters

In Mannheim fanden am ersten Februarwochenende die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Senioren statt – und Wolfgang Scheffler und Manuel Arnegger vom LC Breisgau heimsten viele Medaillen ein.

Wolfgang gewann in der M55 Gold über 60 Meter Hürden (10,56 Sekunden), im Hochsprung (1,60 Meter), im Weitsprung (5,03 Meter) und im Dreisprung (10,45 Meter). Damit zeigte er sich gut erholt von seiner Fuß-OP vor 9 Monaten, die ihn im letzten Sommer ausgebremst hatte.

Sein Trainingskollege beim TV Denzlingen ist Manuel Arnegger und dieser siegte in der M50 im Hochsprung (1,68 Meter) und im Dreisprung (11,17 Meter). Über die 60 Meter Hürden lief er sehr gute 9,56 Sekunden, was Platz 3 in der deutschen Bestenliste bedeutet. Aber noch schneller war Björn Wind vom TuS Lörrach-Stetten mit 9,42 Sekunden, der ihm den Titel wegschnappte.

von links: Björn Maier, Björn Wind, Manuel Arnegger und Wolfgang Scheffler

In der 4×200 Meter-Staffel der M50 liefen Manuel Arnegger und Björn Wind dann zusammen mit Wolfgang Scheffler und Björn Maier als StG Südbaden ein phantastisches Rennen, in dem sie sowohl die Staffeln der M40 als auch der M30 hinter sich ließen. In 1:52,67 Minuten waren sie am Ende 4 Hundertstel schneller.

Ein „Dankeschön“ für Hartmut Rufer

Nach fast 30 Jahren als Abteilungsleiter Leichtathletik im Emmendingen, hat Hartmut Rufer dieses Amt abgegeben. Schon eine Weile hat er gesundheitliche Probleme, jetzt hat er die Konsequenzen gezogen und sich nicht mehr als Abteilungsleiter zur Verfügung gestellt. Mit Manuela Rich konnte eine Nachfolgerin gefunden werden, die schon viele Jahre als Trainerin aktiv ist und mit der Situation vertraut ist. Seine Trainingsgruppe hat sukzessive Raphael Dumm übernommen, der bis vor kurzem noch selbst bei Hartmut trainiert hat.

Hartmut Rufer und Manuela Rich

Angefangen hat alles für den 66-Jährigen als A-Schüler beim TV Riegel, wo er aufgewachsen ist. Unter Trainer Josef Bill lief er die 1000 Meter in Lörrach in der Zeit von 2:40 Minuten und wurde Badischer Meister mit der 4×100 Meter-Staffel der LG Breisgau-Nord. Weitere Stationen waren die LG Offenburg, wo er bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf mit der Mannschaft die Bronzemedaille gewann – für ihn sein größter sportlicher Erfolg. Dann ging es zum SV Waldkirch bevor er zum TB Emmendingen und Trainer Dieter Hildebrandt wechselte. Hartmut Rufer konnte hier sein Bestzeit über 800 Meter auf 1:54 Minuten drücken, schaffte es in der extrem starken Mannschaft gerade so in die erfolgreiche 4×800 Meter-Staffel, mit der er so zwei Mal Süddeutscher Meister wurde.

Anhaltende Achillessehnenprobleme beendeten dann frühzeitig die sportliche Laufbahn – und starteten die Trainerlaufbahn. Und auch die berufliche Laufbahn nahm ordentlich Fahrt auf, als er Geschäftsführer eines großen Gartenbaubetriebes wurde. Hartmut Rufer machte seinen B-Trainer und besuchte sehr viele Fortbildungen, auch mit internationalen Referenten. Er hatte kein Vorbild als Trainer, sondern entwickelte sein eigenes System. Wichtig sind ihm ein menschlicher Führungsstil, lockeres Training, keinen Druck machen, Gespräche mit den Athleten und Athletinnen führen und dass man sich auch um die schwächeren kümmert. Die Frage nach seinen erfolgreichstes Athleten beantwortet er in Folge dessen auch nicht, sondern sagt, dass er sich über einen untalentierten Athleten, der bei den Badischen ein gutes Rennen abgeliefert hat genauso gefreut hat, wie über einen talentierten, dem das bei Deutschen Meisterschaften gelungen ist.

Beeindruckend ist sein Gedächtnis, wenn es um Zeiten und Rennverläufe geht. Da kann er ganze Rennen mit Zwischenzeiten wieder aufleben lassen, da sprudelt es nur so aus ihm heraus. Taktik ist auch so ein Steckenpferd, denn im von ihm bevorzugten Mittelstreckenbereich, da geht es auch um Zeiten, aber bei Meisterschaften gilt es aus dem vorhandenen Vermögen, die bestmögliche Platzierung rauszuholen. Und deswegen wurde vor den Rennen zusammen mit dem Athleten, der Athletin, ein Plan ausgeheckt. Das andere Steckenpferd sind Staffeln und Mannschaften, weil hier eben auch weniger Talentierte große und schöne Erfolgserlebnisse haben können.

Auf die Frage, wie er neben der beruflichen Belastung noch so viel Energie fürs Trainerdasein hatte antwortet er ganz klar: im Training hat er sich vom Beruf erholt und im Beruf vom Training. Und das Training hat ihm einfach Spaß gemacht, er war nicht auf Erfolge angewiesen und hat es dazu genutzt selbst fit zu bleiben, indem er die lockeren Läufe mitgemacht hat und die Tempoläufe seiner Athletinnen. Noch heute hat er einen Ruhepuls von 40.

Auch wenn er nun kein offizielles Amt mehr hat, Hartmut Rufers Herz schlägt immer noch für die Leichtathletik. Er verfolgt den Sport auf allen Kanälen, schaut Live-Streams, kommuniziert in den Sozialen Medien und Leistungsdaten werden mit ihm geteilt. Und wenn es seine Gesundheit zulässt, dann taucht er auch immer mal wieder auf dem Sportplatz auf.

Feinkost für den leidenschaftlichen Koch

Hartmut, vielen, vielen DANK für dein Wirken.

Auf dass wir Dich noch oft auf dem Sportplatz antreffen.

Hallensaison startet in Offenburg und Mannheim

Mit dem Hallensportfest in Offenburg begann Anfang Januar die Hallensaison. Dabei gab Johannes Flotho vom TV Denzlingen seinen Einstand im Trikot des LC Breisgau. Über 60 Meter wurde er prompt disqualifiziert, Lasse Stolz erreichte nach 8,54 Sekunden das Ziel. Außerdem sprang Lasse 4,79 Meter weit, Johannes kam auf 4,60 Meter.

Katja Hohe ist nun in die U20 aufgerückt und lief über die 60 Meter Hürden im Vorlauf 10,87 Sekunden und erreichte damit das Finale, das sie in 11,06 Sekunden bestritt. Dazu kamen 4,45 Meter im Weitsprung. Emily Martig lief 8,24 Sekunden im 60 Meter-Vorlauf und bestätigte diese Zeit mit 8,27 Sekunden im Finale. Außerdem sprang sie 1,34 Meter hoch.

Bei der U20 zeigte sich Luis Berger mit 8,14 Sekunden über 60 Meter und 1,64 Meter im Hochsprung. Jonas van der Does schaffte hier 1,72 Meter und 5,92 Meter im Weitsprung.

Eine Woche später ging es nach Mannheim, wo Jonas im 60 Meter-Hürden Vorlauf 9.22 Sekunden lief und sich fürs Finale qualifiziert. Dort stürzte er leider und verletzte sich.

Nach seinem Kreuzbandriss zeigte sich auch Pascal Speyer vom TV Staufen wieder . Er stiess die 6-Kilo-Kugel auf 10.85 Meter und lief 8,10 Sekunden über 60 Meter. Luis Berger sprang 5,43 Meter weit.

Emily Martig zeigte sich über 60 Meter verbessert und lief im VL 8,08 Sekunden und damit persönliche Bestzeit. Im Finale folgten 8,13 Sekunden. Zudem stieß sie die Kugel auf 9,40 Meter, Im Weitsprung wollte es aber nicht so klappen, hier kam die 5-Meter-Springerin nur auf 4,32 Meter. Katja Hohe lief über 400 Meter 68,17 Sekunden und blieb über 60 Meter Hürden im Vorlauf knapp unter 11 Sekunden (10,99) und im Endlauf knapp über 11 Sekunden (11,02).

Auch wieder dabei waren die U18-Athleten Johannes Flotho und Lasse Stolz. Johannes lief über 1500 Meter gute 4;50,54 Minuten und sprang 4,88 Meter weit. Lasse schaffte 4,96 Meter und stieß die Kugel auf 8,08 Meter.

Stephanie Hermel-Langkau gut unterwegs

Bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 Kilometer, die in Bad Liebenzell ausgetragen wurden konnte Stephanie Hermel-Langkau in der W40 einen sehr guten 8. Platz belegen. Mit der Zeit von 41:20 Minuten war sie nicht ganz glücklich, aber bei den sehr heißen Temperaturen, die Mitte September herrschten, war nicht mehr drin. Der Sieg in ihrer Altersklasse ging wieder einmal an Sabrina Mockenhaupt-Gregor, die 35:20 Minuten brauchte.

Zwei Wochen später, am Tag der Deutschen Einheit wechselte Stephie dann von der Straße auf den Trail, war in Zell am Harmersbach bei den neu eingeführten Baden-Württembergischen Trailrun-Meisterschaften unterwegs. Die 19,6 Kilometer mit entsprechend Höhenmetern und schwer zu laufendem Untergrund bewältigte sie in 1:47,33 Stunden und belegte damit Rang 2 in der W40 – herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille.