Die Masters-Europameisterschaften im Berg- und Trailrunning wurden vom 11. bis 13. September in Rasnov (Rumänien) in den Karpaten ausgetragen und waren in den „Medieval Run“ integriert.
Vom LC Breisgau mit am Start war Stephanie Hermel-Langkau bzw. sie war eben nicht am Start. Da ihr Flug gecancelt wurde verpasste sie nach einer chaotischen Anreise am Freitag den Auftakt mit dem Vertical Run“.
W-45-Athletin Stephanie Hermel-Langkau bei der Berlauf-EM in Rumänien Bild: privat
So galt dem „Up and Down“ am Sonntag die ganze Aufmerksamkeit. Es musste die Distanz von 12 Kilometern und 400 Höhenmetern überwunden werden. Bei 11 Grad und leichtem Regen führten die finalen Kilometer über 490 Treppenstufen hinauf zur Dracula-Burg.
Es lief richtig gut für die Freiburgerin, die dieses Jahr im Rahmen des Hohenneuffen-Berglaufes auch Baden-Württembergische Berglaufmeisterin in ihrer Altersklasse geworden war. Am Ende wurde sie mit Silber in der EM-Einzelwertung W45 belohnt.
Und obendrauf gab es für die W45-Mannschaft die Bronzemedaille. Entsprechend glücklich war Stephie: „Ich bin Mega Mega Happy- ich hatte nicht damit gerechnet eine Einzelmedaille zu holen.“
Auch in 2026 konnte sich das Team der Startgemeinschaft Südbaden wieder für die Deutschen Meisterschaften in der M50 qualifizieren – und das mit der besten Punkteanzahl von 9684 Punkten, die sie beim Gewinn der Baden-Württembergischen Team-Meisterschaft erreicht hatten.
Die Meisterschaft fand Mitte September in Troisdorf statt und litt unter schlechten äußeren Bedingungen.
Graue Wolken und feuchte Bahn – das Wetter in Troisdorf hätte besser sein können
Leider begann die Veranstaltung mit einem Fehlstart im wahrsten Sinne des Wortes. Doch danach hamsterten die Herren Punkt um Punkt und hatten lange Platz zwei vor Augen. Diese Hoffnung platzte in dem Moment, als der 4×100 m-Staffel bei der zweiten Übergabe der Stab zu Boden ging. Es gab zwar eine Ersatzstaffel (ein Werfer und drei Langstreckler), aber die konnte die Platzierung nicht mehr retten und das Team ist mit dem vierten Platz und 9015 Punkten abgereist.
Das M50-Team der Startgemeinschaft Südbaden – Bild von Jonny Rabe
Der Sieg ging wieder an die LG Kindelsberg Kreuztal mit überragenden 9858 Punkten.
Vom LC Breisgau mit dabei waren Manuel Arnegger, der mit übersprungenen 1,70 Meter die höchste Punktzahl aller M50-Athleten erreichte und mit 5,52 Meter im Weitsprung in die Wertung kam. Wolfgang Scheffler sprang 1,54 Meter hoch und lief die 100 Meter in 13,94 Sekunden.
Seine Leistungen im Vergleich zum Vorkampf steigern konnte der 60-jährige Michael Oberst mit 2:42,46 Minuten über die 800 Meter und 12:05,88 Minuten über 3000 Meter. Dieser zog ein positives Fazit: „Rückblickend eine schöne Meisterschaft, auch wenn ich fünf Sekunden im strömenden Regen verbummelt habe, die mir letztlich auf mein 11’59-Ziel gefehlt haben. Dennoch vollauf zufrieden, bei der DM mein Potential weitgehend ausgeschöpft zu haben.“
Bei den Badischen Meisterschaften Mitte Juli in Schutterwald gingen einige Athleten des LC Breisgau an den Start. Bei den Männern erreichte die 4×100-Meter-Staffel mit Luis Berger, Tim Hildebrandt, Finn Jung, und Tim Waibel in 45,97 Sekunden einen schönen 5.Platz, die gemischte Staffel mit Jakob Buttenmüller, Nele Weidhase, Lasse Stolz und Isabella Dumm kam in 51,23 auf den 8.Platz. Bei der WU18 lief Hanna Meißner die 200 Meter in 29,19 Sekunden.
Erfolgreichste Athletin war Ruby Wohlfahrt, die nach ihrem 4. Platz bei den Deutschen U18-Meisterschaften über 800 Meter die 400 Meter in 58,28 Sekunden mit einem riesigen Vorsprung gewann.
Das Team des LCB bei den Badischen U18/Aktive
Drei Tage später stellte die Emmendingerin dann beim Sparkassen-Meeting in Staufen in 26,50 Sekunden eine PB über 200 Meter auf – und gewann. Genauso ein paar Tage später bei den Baden-Württembergischen Finals in Walldorf. Dort ging es dann über die 1500 Meter, wo sie in 4:51,91 Minuten die Ziellinie überquerte und einen weiteren Titel einheimste.
Ebenfalls bei den Landesmeisterschaften dabei war Johannes Flotho. Beim Sparkassen-Meeting war er mit 39,90 Metern noch unter der 40-Meter-Marke beim Speerwurf geblieben, in Walldorf legte er alles in den letzten Wurf und überbot diese Marke mit 41,98 Metern deutlich – das bedeutete in der MU20 Platz 4.
Herzlichen Glückwunsch zu den tollen Leistungen – und erholsame Ferien
Es war wieder eine anstrengende Woche für die Masters-Athleten des LC Breisgau. Am Dienstag Sparkassen-Meeting, danach aufräumen, aufarbeiten und abrechnen sowie zur Arbeit gehen und Abschlußtrainings absolvieren. Bevor es dann nach Mönchengladbach zur Masters-DM ging. Doch der Dauerstress hat sich gelohnt: bei 5 Starts gab es 5 Medaillen.
Den Anfang machte Wolfgang Scheffler im Hochsprung, anfangs lief es ganz gut, dann machte sich aber fehlendes Training aurund einer Fußverletzung bemerkbar. So blieb es bei übersprungenen 1,57 Meter, die den Bronzerang in der M55 bedeuteten.
Für Manuel Arnegger dagegen lief es beim Dreisprung prächtig: Mit 11,73 Meter im ersten Versuch sicherte sich er den Titel in der M50. Mit 12,08 Meter im Zweiten sprang er so weit wie schon lange nicht mehr und verzichtete auf weitere Versuche. Schließlich ging es direkt nach zum Hochsprung, wo er mit 1,72 Meter seine Saisonbestleistung einstellte und sich mit 12 Zentimetern Vorsprung den Sieg sicherte.
Im Dreisprung absolvierte Wolfgang Scheffler einen kompletten Wettkampf und steigerte sich von 10,50 Meter auf sehr gute 10,96 Meter im letzten Versuch. Damit musste er sich nur seinem Dauerrivalen Martin Triebstein geschlagen geben und holte sich die Silbermedaille.
Den Abschluß machte Hammerwerferin Gabriele Engelhardt. Es waren 11 Teilnehmerinnen im Wettkampf der W55
Hammer W55 bei der Masters-DM 2026 – Dagmar in der ersten Reihe die Dritte von lilnks Gabi in der ersten Reihe die Dritte von rechts. – Foto: privat
Doch es war klar, dass eigentlich nur zwei für den Titel in Frage kommen würden. Dagmar Suhling vom LG Kreis Verden und Gabriele Engelhardt vom LC Breisgau. Und die beiden lieferten sich einen wahrlich spannenden Wettkampf, steigerten sich von Wurf zu Wurf. Dagmar lieferte in ihrem letzten Versuch 43,05 Meter, doch die direkt danach werfende Gabi konterte mit 43,79 Meter.
Und damit endete die anstrengende Woche sehr erfolgreich und mit großer Zufriedenheit
Bereits zum 25. Mal hat der LC Breisgau ein Leichtathletik-Sportfest ausgerichtet und ist stolz auf diese lange Tradition. Das 25. Sparkassen-Meeting fand am Dienstag, den 14. Juli 2026 in Staufen statt und hat die Rekordanzahl von 221 Teilnehmern mit 400 Starts ins wunderschöne Stadion am Faust-Gymnasium gezogen.
Jonas van der Does springt 6,36 Meter weit – Bild von Daniel Thoma
Zusammen mit dem TV Staufen und der Kampfrichtervereinigung konnte das Mammutprogramm absolviert werden. Trotz der schwülen äußeren Bedingungen und stetigem Gegenwind konnten viele Sportlerinnen und Sportler mit einer neuen persönlichen Bestleistung den Rückweg antreten. Das gesamte Orga-Team ist sehr zufrieden und hat auch schon viele positive Rückmeldungen ob der guten Organisation und der besonderen Athmosphäre bekommen.
Am Samstagvormittag startete Ruby Wohlfahrt im ersten Halbfinale über 800 m der U18. In einer Zeit von 02:12,99 min konnte sie dieses gewinnen und setzte ein Ausrufezeichen mit Blick auf das Finale am Sonntag.
Am Samstagabend ging dann Rebekka Flotho in der U23 an den Start. Nach Verletzungsproblemen in den letzten Wochen stand sie nun wieder im Finale über 1500 m an der Startlinie. In einem sehr taktischen Rennen bedeuteten 04:45,20 min am Ende Platz 11.
Auch Rubys Finale über 800 m zeigte sich als sehr taktisches Rennen. Bis zur 600 m-Marke konnte sie gut mitgehen, musste jedoch in der Schlusskurve den weiteren Weg gehen. So fehlte am Ende dann die Kraft, um die Medaillen mitzusprinten. Mit einer Zeit von 02:12,02 min kam sie auf Platz 4 ins Ziel. Trotz der Enttäuschung über die verpasste Medaille eine tolle Platzierung!
Wir gratulieren beiden Athletinnen zu ihren Leistungen und freuen uns schon auf die Badischen Meisterschaften am Samstag, sowie unser Sparkassen-Meeting am Dienstag
Am vergangenen Sonntag ging es für Ruby Wohlfahrt zu den Süddeutschen Meisterschaften der U18 in Koblenz.
Ruby inmitten der Konkurrenz (StNr. 1464)
Bei sehr heißen Bedingungen von über 35 °C ging sie über 800 m als schnellste der Meldeliste an den Start. Im stark besetzten zweiten Zeitendlauf kämpfte sie bis zur Ziellinie und erst das Zielfoto brachte die Entscheidung: Mit nur einer Hundertstel Rückstand musste sie sich der Siegerin Lilly Förster geschlagen geben. Trotz der Enttäuschung über den verpassten Titel zeigte sich Ruby mit ihrer Zeit von 2:09,86 min sehr zufrieden. Mit nur 0,1 s über ihrer persönlichen Bestleistung bestätigte sie ihre herausragende Form und zeigte sich bereit für die Deutschen Meisterschaften am 03. Juli in Wattenscheid.
Am letzten Maiwochenende fand zum dritten Mal das Hammerfascht (elsässisch für Hammerfest) in Volgelsheim statt – und damit Spitzensport vor Ort.
Wenn man in Breisach über die Grenze fährt kommt als erster Ort Volgelsheim, noch vor Neu-Breisach. Dort gibt es auf dem Gelände der alten Kaserne ein großes Sportgelände mit einem Hammerwurfplatz. Dort haben sich zwei Tage lang französische und deutsche Spitzenhammerwerfer gemessen.
Mit Spannung wurde erwartet, ob die 70-Meter-Marke übertroffen werden würde. Bei den Frauen kam hierfür Samantha Borutta (LG Eintracht Frankfurt), bei der WU20 Clara Hegemann (LG Stadtwerke München) und bei der MU20 Max Baier (TV Fränkisch-Krumbach) in Frage.
Den Anfang machte die WU20, hier siegte jeweils Clara Hegemann vor der Lokalmatadorin Candyce Bonjean (Pays Colmar Athletisme). Candyce kam mit 59,80 Metern am ersten Tag fast an ihre persönliche Bestleistung heran. Clara tat sich am ersten Tag etwas schwer und erzielte 67,42 Meter. Am Sonntag kam sie auf 69,22 Meter und damit ihrem eine Woche zuvor aufgestellten Deutschen Rekord von 69,81 Metern sehr nahe. Sie führt damit die Weltbestenliste der WU20 an.
Podium der WU20: von links Alix Louvard, Clara Hegemann und Candyce Bonjean
Bei den Frauen siegte am Samstag Florella Freyche mit 67,94 Metern vor Samantha Borutta, die auf 66,37 Meter kam. Am Sonntag trat Florella nicht an und damit war der Weg frei für Samantha, die sich auf 69,41 Meter steigern konnte.
In der Männerklasse gewann an beiden Tagen Jean-Baptiste Bruxelle mit 66,25 bzw. 68,06 Metern mit dem 7,26 Kilo schweren Hammer.
Bei der männlichen U20 kam es zu dem spannenden Duell zwischen dem Franzosen Yanis Aliouche und dem Deutschen Max Baier. Yanis gewann am ersten Tag mit 67,16 Meter vor Max der auf 66,78 Meter kam. Diese Niederlage stachelte ihn aber an und er revanchierte sich am Sonntag. Erstmals warf der 19-Jährige mit dem 6 Kilo schweren Hammer über 70 Meter und das gleich drei Mal. Seine neue Bestleistung steht damit bei 70,20 Meter. Yanis war davon schwer beeindruckt und kam auf 66,53 Meter. Damit konnte er sich nur knapp vor dem Bestleistung werfenden Alexander Brehm (Erfurter LAC), der auf 65,58 Meter kam, auf Platz 2 behaupten.
70-Meter-Werfer Max Baier (Mitte) mit seiner Muttter (links) und Thierry Lichtlé, dem Organisator des Hammerfaschts
Die Saison 2026 begann für Ruby Wohlfahrt mit einem Start in Pliezhausen Mitte Mai bei den „Krummen Strecken“. Hier lief die 17-Jährige die 600 Meter in 1:33,91 Minuten und war damit schnellste U18-Läuferin im Frauenfeld.
Dann ging es Ende Mai zur „Langen Laufnacht“ nach Karlsruhe. Hier konnte die Emmendingerin im Trikot des LC Breisgau ihre 800-Meter-Bestzeit auf 2:09,76 Minuten verbessern. Damit war sie fast vier Sekunden schneller als ein Jahr zuvor bei der gleichen Veranstaltung. Sie führte das Rennen an, passierte die 400-Meter-Marke nach 1:01,93 Minuten (!) und gewann ihren Lauf.
Herzlichen Glückwunsch und weiterhin eine gute und verletzungsfreie Saison!