Hammerfascht in Volgelsheim

Am letzten Maiwochenende fand zum dritten Mal das Hammerfascht (elsässisch für Hammerfest) in Volgelsheim statt – und damit Spitzensport vor Ort.

Wenn man in Breisach über die Grenze fährt kommt als erster Ort Volgelsheim, noch vor Neu-Breisach. Dort gibt es auf dem Gelände der alten Kaserne ein großes Sportgelände mit einem Hammerwurfplatz. Dort haben sich zwei Tage lang französische und deutsche Spitzenhammerwerfer gemessen.

Mit Spannung wurde erwartet, ob die 70-Meter-Marke übertroffen werden würde. Bei den Frauen kam hierfür Samantha Borutta (LG Eintracht Frankfurt), bei der WU20 Clara Hegemann (LG Stadtwerke München) und bei der MU20 Max Baier (TV Fränkisch-Krumbach) in Frage.

Den Anfang machte die WU20, hier siegte jeweils Clara Hegemann vor der Lokalmatadorin Candyce Bonjean (Pays Colmar Athletisme). Candyce kam mit 59,80 Metern am ersten Tag fast an ihre persönliche Bestleistung heran. Clara tat sich am ersten Tag etwas schwer und erzielte 67,42 Meter. Am Sonntag kam sie auf 69,22 Meter und damit ihrem eine Woche zuvor aufgestellten Deutschen Rekord von 69,81 Metern sehr nahe.

Podium der WU20: von links Alix Louvard, Clara Hegemann und Candyce Bonjean

Bei den Frauen siegte am Samstag Florella Freyche mit 67,94 Metern vor Samantha Borutta, die auf 66,37 Meter kam. Am Sonntag trat Florella nicht an und damit war der Weg frei für Samantha, die sich auf 69,41 Meter steigern konnte.

In der Männerklasse gewann an beiden Tagen Jean-Baptiste Bruxelle mit 66,25 bzw. 68,06 Metern mit dem 7,26 Kilo schweren Hammer.

Bei der männlichen U20 kam es zu dem spannenden Duell zwischen dem Franzosen Yanis Aliouche und dem Deutschen Max Baier. Yanis gewann am ersten Tag mit 67,16 Meter vor Max der auf 66,78 Meter kam. Diese Niederlage stachelte ihn aber an und er revanchierte sich am Sonntag. Erstmals warf der 19-Jährige mit dem 6 Kilo schweren Hammer über 70 Meter und das gleich drei Mal. Seine neue Bestleistung steht damit bei 70,20 Meter. Yanis war davon schwer beeindruckt und kam auf 66,53 Meter. Damit konnte er sich nur knapp vor dem Bestleistung werfenden Alexander Brehm (Erfurter LAC), der auf 65,58 Meter kam, auf Platz 2 behaupten.

70-Meter-Werfer Max Baier (Mitte) mit seiner Muttter (links) und Thierry Lichtlé, dem Organisator des Hammerfaschts

Ruby Wohlfahrt in bestechender Form

Die Saison 2026 begann für Ruby Wohlfahrt mit einem Start in Pliezhausen Mitte Mai bei den „Krummen Strecken“. Hier lief die 17-Jährige die 600 Meter in 1:33,91 Minuten und war damit schnellste U18-Läuferin im Frauenfeld.

Dann ging es Ende Mai zur „Langen Laufnacht“ nach Karlsruhe. Hier konnte die Emmendingerin im Trikot des LC Breisgau ihre 800-Meter-Bestzeit auf 2:09,76 Minuten verbessern. Damit war sie fast vier Sekunden schneller als ein Jahr zuvor bei der gleichen Veranstaltung. Sie führte das Rennen an, passierte die 400-Meter-Marke nach 1:01,93 Minuten (!) und gewann ihren Lauf.

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin eine gute und verletzungsfreie Saison!

M50-Mannschaft ist wieder Baden-Württembergischer Meister

Auch in 2026 konnte sich das M50-Team der StG Südbaden Ende Mai im württembergischen Essingen wieder den Titel des Baden-Württembergischen Meisters sichern – mit der phänomenalen Punktzahl von 9684 Punkten. So gut waren die Herren im besten Alter noch nie – und werden ja auch nicht jünger. Man könnte sagen der Star war die Mannschaft selber, denn es war wieder gelungen, alle fit an den Start zu bekommen.

Vom LC Breisgau mit dabei waren Manuel Arnegger mit überragenden 1,72 Meter im Hochsprung, 5,44 Meter im Weitsprung und 13,09 Sekunden über 100 Meter. Wolfgang Scheffler mit 1,60 Meter im Hochsprung, 5,19 Meter im Weitsprung und 13,55 Sekunden über 100 Meter. Sowie der 60-jährige Michael Oberst mit 2:43,89 Minuten über die 800 Meter und 12:10,54 Minuten über 3000 Meter.

Rebekka Flotho is Baden-Württembergische Meisterin

Bei den Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften im Straßenlauf über 10 Kilometer, die im Rahmen der „Ortenauer Laufnacht“ in Willstätt ausgetragen wurden, gewann Rebekka Flotho die U23-Wertung in 41:24 Minuten mit großem Abstand. Die Wetterbedingungen waren mit 26 Grad und recht schwüler Luft nicht einfach. Dennoch reichte es auch für Frederik Schloßhauer mit 36:25 Minuten auf Platz 38 bei den Männern zu einer neuen persönlichen Bestleistung.

Rebekka Flotho studiert und trainiert seit letzten Sommer in den USA. „Es gefällt es mir sehr gut, obwohl es ganz anders ist als in Deutschland in vielen Hinsichten. Ich habe hier eine große internationale Trainingsgruppe und einen sehr guten Trainer, was für mich das wichtigste ist. Mir macht es viel Spaß in einem professionellen Umfeld zu laufen, die Möglichkeiten wie man sie hier bekommt, würde ich sonst nirgendwo bekommen.“ Auch von den kurzen Wegen zeigt sich die 19-Jährige begeistert: „Es ist natürlich auch praktisch wenn man nur dreihundert Meter zum Stadion oder zum Kraftraum laufen muss. Mit dem Essen hatte ich am Anfang einige Schwierigkeiten, aber auch das ist mit der Zeit besser geworden.“

Und so konnte die aus Gundelfingen stammende Läuferin im Trikot des LC Breisgau auch gleich mit Bestleistungen über 800m (2:16,24 Minuten) und 1500m (4:36,51 Minuten) einsteigen, mittlerweile sind noch persönliche Bestleistungen über die Meile (5:02,64 Minuten), 3000 Meter (10:15,98 Minuten) und 5000 Meter (18:39,80 Minuten) hinzugekommen.

Das Studium brachte natürlich auch noch einige Herausforderungen mit sich: „Auf englisch zu studieren war besonders in den ersten Wochen eine große Herausforderung, gerade auch weil ich viele naturwissenschaftliche Kurse habe und das viele neue Begriffe mit sich bringt. Insgesamt würde ich aber jedem empfehlen der ambitioniert laufen will sich zu trauen und in die USA zu gehen.“

Starke Beteiligung bei den Regiomeisterschaften

Mit einer großen Mannschaft ist der LC Breisgau bei den Regiomeisterschaften an den Start gegangen, die am 17.Mai in Wehr ausgetragen wurden.

Im Kugelstoßen der M45 mit der Männerkugel gewann Jan Jurkoweit mit 13,13 Meter, war aber mit der Weite sicherlich nicht zufrieden. Im Hochsprung übersprang Luis Berger die 1,68 Meter und Jakob Buttenmüller lief 12,77 Sekunden über 100 Meter. Zusammen mit Lena Taube und Nele Weidhammer liefen Luis und Jakob in der 4×100 Meter Mix-Staffel in 53,20 Sekunden ins Ziel. Knapp dahinter mit 53,76 Sekunden die U18-Mix-Staffel des LC Breisgau mit Laurenz Kühnlein, Hanna Meißner, Thore Stolz und Eva Maria Kapferer.

Laurenz lief die 100 Meter in 13,65 Sekunden, sprang 4,22 Meter weit und schleuderte den Speer auf 21,66 Meter. Thore sprang gute 1,56 Meter hoch und 4,67 Meter weit. Außerdem stieß er die Kugel auf 7,06 Meter. Hanna lief 13,93 Sekuden über 100 Meter und sprang 4,53 Meter weit, Eva Maria lief die 100 Meter Hürden in 19,51 Sekunden und sprang 1,32 Meter hoch und kam mit der Kugel auf 8,69 Meter.

In der Männlichen U20 lief die 4×100-Meter-Staffel mit Johannes Flotho, Lasse Stolz, Patrick Weis und Finn Jung auf Rang 1 in der Zeit von 48,82 Sekunden. Finn lief die 100 Meter in 12,12 Sekunden und sprang 5,38 Meter weit. Lasse lief 13,08 Sekunden über 100 Meter, kam mit dem Diskus auf 27,98 Meter und mit dem Speer auf 30,36 Meter. Johannes lief 25,75 Sekunden über 200 Meter, überzeugte mit dem Speer und 36,05 Meter und warf den Diskus 23,31 Meter weit. Patrick zeigte sich mit dem Diskus und 21,72 Metern.

Bei den Frauen trat Nele Weidhase über 200 Meter an und absolvierte das Rennen in 30,11 Sekunden. Isabella Dumm schleuderte den Diskus auf 21,73 Meter.

Hochsprung-Trio

Bei der Bahneröffnung in Neustadt im Schwarzwald am 9.Mai kam es im Hochsprung der Männer zur Vereinsmeisterschaft des LC Breisgau/TV Denzlingen. Denn Sowohl Manuel Arnegger, also auch Luis Berger und Wolfgang Scheffler traten an – und gewannen die Konkurrenz mit jeweils übersprungenen 1,64 Metern.

Im Weitsprung war es dann noch ein Zweikampf zwischen Manuel (5,32 Meter) und Wolfgang (5,20 Meter), mit dem sich die beiden an die Spitze des Feldes setzten.

In der WU20 zeigte sich Hanna Meißner (LC Breisgau/PTSV Jahn Freiburg), die die 100 Meter in 14,16 Sekunden absolvierte und schöne 4,82 Meter weit sprang.

Silbermedaille für Stefanie Hermel mit der deutschen Halbmarathon-Mannschaft

Bei den Europameisterschaften der Mastersklassen Non Stadia (EMACNS) ging Stefanie Hermel im Halbmarathon der W45 an den Start. Die Meisterschaft im Halbmarathon, Crosslauf, 10-Kilometer-Lauf und im Straßengehen fand in Catania auf Sizilien statt. Die letzten Jahre ist Stefanie auf Sizilien beim geliebten Berglauf auf den Ätna gestartet, dieses Jahr nutzte sie die Möglichkeit, an den Europameisterschaften teilzunehmen.

Das Rennen fand an der Strandpromenade bei hohen Temperaturen und ohne Schatten statt, so dass die Bedingungen schwierig waren.

Stefanie Hermel im Deutschlandtrikot beim Halbmarathon in Catanie
Stefanie Hermel im Deutschlandtrikot beim Halbmarathon in Catania

In der Zeit von 1:33,02 Stunden erreichte sie in einem stark besetzen Feld den 8. Rang in der W45. „Ich bin mit der Zeit relativ zufrieden, denn ich habe nicht oft jemanden vor mir gehabt und dann rennt man alleine gegen den Wind“. Zusätzlich kamen Magenprobleme dazu, so dass sie froh war, es bis ins Ziel geschafft zu haben. Die Krönung war dann noch die Mannschaftswertung, denn hier erreichte die Deutsche Mannschaft den Silberrang.

Die Deutsche Halbmarathon-Mannschaft gewinnt Silber bei den EMACNS ,
in der Mitte Stefanie Hermel und im Hintergrund der schneebedeckte Ätna
Foto:privat

Damit endet eine äußerst erfolgreiche Wettkampfphase der LC Breisgau-Masters mit drei internationalen Medaillen.

Regio-MK in Lörrach

Die Mehrkampf-Meisterschaften der Regio wurden am ersten Mai-Wochenende in Lörrach ausgetragen. Bei der weiblichen Jugend zeigte sich die Trainingsgruppe des PTSV Jahn Freiburg, die im Trikot des LC Breisgau starten. Bei der WU18 absolvierte Hanna Meißner den Siebenkampf und kam mit 3105 Punkten auf Rang 9. Sie lief 18,78 Sekunden über die Hürden, sprang 1,42 Meter hoch, kam mit der Kugel auf 7,19 Meter. Das ergab für den Vierkampf 1860 Punkte. Am zweiten Tag folgten 4,60 Meter im Weitsprng, 20,96 Meter mit dem Speer und abschließenden 2:48 Minuten über die 800 Meter. Eva Maria Kapferer erreichte 1605 Punkte, mit 19,17 Sekunden über die Hürden, 1,27 Meter im Hochsprung, 8,23 Meter mit der Kugel und 30,66 Sekunden über 200 Meter.

Bei der WU20 belegte Sofia Simon Rang 6 mit 1778 Punkten im Vierkampf. 18,99 Sekunden über die Hürden, 1,30 Meter im Hochsprung, 8,97 Meter mit der Kugel und 29,52 Sekunden über 200 Meter lauteten die Einzelleistungen.

Einen schönen vierten Platz erreichte Johannes Flotho (LC Breisgau/TV Denzlingen) mit 4439 Punkten im Zehnkampf. Am ersten Tag erreichte er 12,51s, 4,84m, 8,55m, 1,57m und 56,51 Sekunden über die 400 Meter. Dann folgten 19,07s über die Hürden, 25,73m Diskus, 2,80m im Stabhochsprung,36,17 Meter im Speer, ehe er dann mit 4:44,85 Minuten über 1500 Metern allen anderen davon lief.

Bester Mehrkämpfer an dem Tag war Jonas van der Does. Das Vorstandsmitglied des LC Breisgau, der seit dieser Saison das Trikot des ESV Weil am Rhein trägt, konnte erstmals wieder einen kompletten Zehnkampf absolvieren, zeigte sich überall verbessert und konnte seine Bestleistung auf 6161 Punkte steigern (11,48s, 6,06m,, 11,85m, 1,72m, 52,27s, 15,96s, 35,95m, 3,80m, 47,54m, 5:10,69min). Einziger Wermutstropfen: die Quali für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften von 6200 Punkten verpasste er knapp.

Die Bahn ist eröffnet

Ende April fand die Bahneröffnung in Lahr statt und einige Athletinnen und Athleten des LC Breisgau nutzten die Gelegenheit zu einer ersten Standortbestimmung.

Herausragendes Ergebnis war die Weite von Jan Jurkoweit beim Kugelstoßen. Mit 14,24 Metern gewann der M45-Athlet unangefochten bei den Männern. Mit Wolfgang Scheffler war ein weiterer Masters-Athlet am Start, er belegte im Weitsprung der Männer mit 5,17 Metern den zweiten Platz, die 100 Meter absolvierte er in 13,42 Sekunden.

Im Sprint der weiblichen Jugend zeigten sich die Athletinnen aus der Trainingsgruppe des PTSV Jahn Freiburg. Bei der WU20 überzeugte Alma Homberger mit 12,97 Sekunden über 100 Meter und 26,96 Sekunden über die 200 Meter.

In der WU18 gewann Hanna Meißner den Weitsprung mit 4,77 Meter vor Eva Maria Kapferer mit 4,24 Metern, die im Kugelstoßen 8,67 Meter erzielte. Über 200 Meter lag Hanna in 28,67 Sekunden vorne.

Leichtathleik-Veranstaltungen im Breisgau

Wir freuen uns sehr, dass auch für 2026 wieder eine Broschüre mit den Leichtathletik-Veranstaltungen im Breisgau veröffentlicht wurde. Rechtzeitig zum Freiburg Marathon und den ersten Bahnveranstaltungen konnten wir die ersten Exemplare verteilen.

Unser herzlicher Dank geht an

Thomas Scherzinger, der die Broschüre wieder zusammengestellt hat,

an die Vereine die uns ihre Ausschreibungen zur Verfügung gestellt haben,

den Fotografen, die zahlreiche Bilder beigetragen haben

und natürlich auch unseren Inserenten, die vielfach schon seit vielen Jahren den Druck finanzieren.